Brombeerlikör

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Brombeeren (Rubus fruticosus)

Wer liebt sie nicht, die süßen schwarzen Früchte der Brombeeren. Brombeeren sind weit verbreitet und eignen sich hervorragend als Heckengebüsch. Der stachelige Strauch bildet lange Triebe und kann eine Wuchshöhe bis zu 3 Meter erreichen. Die Früchte enthalten Traubenzucker, Fruchtsäuren und Anthocyane.

In der Küche sind Brombeeren sehr beliebt. Als frisches Obst sind sie sehr gesund und gelten als Superfood. Sie eignen sich auch hervorragend zur Herstellung von Marmeladen, Fruchtwein, Likör, Saft, Rumtopf Kuchen und anderen Süßspeisen. Ich stelle gern einen Brombeerlikör her, der mich auch im Winter den süßen Geschmack des Sommers genießen lässt.

Hier mein Rezept:

500 g frische Brombeeren
1 L Korn 40%
½ L Rum
100 g Zucker

Die frischen Brombeeren werden mit Zucker bedeckt und mit dem Alkohol in einem Ansatzgefäß aufgegossen. Der Ansatz sollte mindestens 3 bis 4 Monate ziehen. Danach kann man abfiltrieren und den Likör je nach Geschmack mit Zuckerlösung verdünnen. Meine Empfehlung ist allerdings, die Früchte einfach drinnen zu lassen. Je länger der Likör lagert, umso intensiver wird er im Geschmack. Die alkoholischen Brombeeren schmecken ganz ausgezeichnet auf Vanilleeis mit etwas Schlagsahne.

Auch in der Phytotherapie sind Brombeeren relevant. Es sind jedoch nicht die süßen Früchte, sondern die Blätter die hier von Bedeutung sind. Brombeerblätter enthalten viele Gerbstoffe, organische Säuren und Flavonoide. Sie wirken adstringierend und werden innerlich als Tee bei akuten Durchfallerkrankungen sowie äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich verwendet.

Gesammelt werden die jungen Blätter im Mai und Juni. Die frischen oder getrockneten Blätter werden mit siedendem Wasser übergossen, anschließend lässt man 10 Minuten ziehen. Der Tee kann mehrmals am Tag zwischen den Mahlzeiten noch warm getrunken werden und eignet sich ebenso zum Gurgeln und als Mundspülung. Eine positive Bewertung der Kommission E für Brombeerblätter liegt vor. Eine Einstufung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ist bisher allerdings nicht erfolgt.

Danke Alex Wagner für Deine Tipps und Anregungen

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